Geschichte der Segeljacht "TARKA"


1977   

Die Jacht ist im Jahre 1977 bei Camper & Nicholson in Gosport / England unter Baunummer 50 gebaut worden. Sie ist damals, zusammen mit mehreren anderen Jachten, von Peek Yachting importiert und zuerst als Demoschiff eingesetzt.

1991   

Ich habe die Jacht Ende 1991 erworben und in der N�he meiner Wohnung zun�chst auf dem Kai hingestellt.  W�hrend der Wintermonate wurden vielerlei Arbeiten durchgef�hrt:

  • Das Plexiglas der beiden Luken wurde erneuert.
  • Die elektrische Anlage wurde verbessert.
  • Ein Wasser angetriebener Generator wurde angeschafft und am Heck angeh�ngt. Dieser Generator ist momentan demontiert und nicht an Bord, geh�rt jedoch zur Lieferung.
  • Der Treibstofftank wurde gr�ndlich saubergemacht und mit einem Standglas versehen.
  • Liegende Deckbl�cke mit Klemmen wurden montiert.
  • Eine Fu� pumpe wurde im Waschraum installiert.
  • Steckdosen wurden erneuert durch wasserdichte Typen.
  • Die Fenster wurden demontiert und mit neuem Tape versehen, so dass sie alle wieder wasserdicht waren.      
  • Viele Arbeiten wurden durchgef�hrt, um das Schiff f�r l�ngere Segelt�rns besser herzurichten.

1992   

Mehrere Segelt�rns wurden gemacht, u.a.  nach England, der Westk�ste Schottlands und den Hebriden.

  • Ein Susuki-Au�enbordmotor wurde gekauft.

1993   

Wir segeln erneut nach England, besuchen die Isles of Scilly und Schottland.

W�hrend der Winterperiode werden folgende Arbeiten durchgef�hrt:  

  • eine Bouvaan Windsteueranlage wird am Heck angebracht,
  • ein Philips Mk8 GPS wird angeschafft sowie eine Raytheon Radaranlage
  • eine Navtex Lokata mit Papier Printer wird angeschafft, damit immer Not-, Wetter- und nautische Berichte empfangen werden k�nnen.
  • In der Komb�se wird eine Au�enwasser-Fu�pumpe angebracht.
  • Das alte Rettungsflo� wird ersetzt durch eine Rettungsinsel in einem kleinen Container und auf dem Kaj�tendach montiert.
  • Obwohl die Holzkohle-Heizung ausgezeichnet funktionierte, wird sie durch eine Taylors dripfeed- Heizung mit Flamm�berwachung ersetzt. Der Brennstofftank wird au�en auf dem Dach montiert. Die Heizung verbraucht selbstverst�ndlich keine Elektrizit�t.  Sie arbeitet mit Diesel oder Petroleum.

1994   

Als Segler-Gruppe segeln wir nach Norwegen, umrunden das Nordkap und segeln nach Archangelsk in Russland. Dieses geschah im Rahmen der 300 Jahr-Feier der Russischen Flotte. In der betreffenden Periode haben die Holl�nder seem��ig eine sehr wichtige Rolle gespielt.      

Die Segelt�rn f�hrt uns via Archangelsk und dem Wei�en Meer zu den Solovetsky Inseln, eine ehemalige Strafkolonie. Die meistens politischen Gefangenen mussten u.a. schwere Arbeiten am Belomorsk-Baltiskaya-Kanal verrichten, der eine Verbindung zwischen dem Wei�en Meer und dem Finnischen Golf herstellte. Auf der Insel befindet sich das Kloster Der Kreml, datierend rund 1200. Man ist dabei, das Kloster zu restaurieren.

Durch den o.a. Belomorsk-Baltiskaya-Kanal segeln wir nach St.Petersburg. Unterwegs besuchen wir  u.a. die sch�ne Stadt Petrosavodsk am Onega Meer mit seiner sch�nen  Promenade und dem Freilichtmuseum auf der Insel Kishi. Eine wirklich sehr interessante T�rn.

Nachdem wir Finnland besucht haben, segel ich single handed von Tallinn / Estland wieder zur�ck nach den Niederlanden.

1995   

In diesem Jahr liegt das Boot auf dem Kai.

  • Es werden Fallstopper am Mast und Baum montiert.
  • Weiter wird der Mast mit Maststufen versehen, damit ich jederzeit ohne Hilfe sicher nach oben kann.
  • Der UKW-Seefunk wird mit dem erforderlichen ATIS versehen und technisch angepasst das man jetzt, wenn erw�nscht,  auf allen Kan�len mit maximaler Leistung arbeiten kann.
  • Die Werft stattet das Boot aus mit einer Teak Scheuerleiste.
  • Die Ofenr�hren werden verbessert
  • zwei Falt-Fahrr�der werden angeschafft
  • Selbstverst�ndlich werden ferner die �blichen Arbeiten wie Lackieren usw. durchgef�hrt.

1996   

Als Gruppe segeln wir erneut Richtung Russland. Dieses Mal zuerst nach Lerwick auf den Shetlands und dann wieder rund um das Nordkap nach Murmansk. Wir sind die ersten ausl�ndischen Segelboote, die unter eigener Flagge den Hafen anlaufen, �brigens in eisiger K�lte.

Weiter geht die Reise via Archangelsk, Solovetsky, Onega- und Ladoga See nach St.Petersburg. Im Norden des Ladoga Sees besuchen wir die Inselgruppe Valaam mit dem pr�chtigen Valaam Kloster mit der kupfernen Kuppel.

Anlass f�r diese Reise war dieses Mal das Jahr Zar Peter der Gro�e.  

Auf der Newa, vor der Hermitage, durften wir als Gruppe f�r unseren damaligen Thronfolger Willem Alexander eine Flottenparade abhalten. Ich durfte mit einer kleinen Gruppe von uns eine Musikveranstaltung in der kleinen Hermitage beiwohnen mit anschlie�endem Empfang, wobei Prinz Willem Alexander sowie manche  niederl�ndische und russische Botschafter anwesend waren.

Von St.Petersburg ging es dann wieder zur�ck via der bekannten und �blichen Route �ber Tallinn und Danzig nach Holland.   

1997 und 1998  

Das Boot liegt wieder ganzj�hrig auf dem Kai.

  • Sie wird vorsorglich gegen Osmose behandelt und danach werden mehrere Schichten Coppercoat angebracht.
  • Die stehende Takelage wird erneuert und verst�rkt.
  • Alle Spannschrauben werden ersetzt durch schwere Hasselfors Spannschrauben.
  • Es wird ein Not-Vorstag angebracht. Normalerweise ist er nur handfest angezogen und steht gleich vor dem Vorstag. Er dient zur Sicherung, sollte der Vorstag brechen. Ebenfalls wird dieser Not-Vorstag f�r den Hals des Halbwinders verwendet. Bei schwerem Wetter kann der Not-Vorstag mittels einer Pelikanhake hinter dem Vorstag in einer �se im Deck befestigt werden, wodurch es m�glich ist, eine kleine Fock oder die Sturmfock zu setzen. Beide Focken wurden dazu mit Segelreiter versehen.
  • Der Motor wird herausgenommen und mit neuen elastischen Motorst�tzen  versehen.
  • Kupplungsplatten, Packungen und Dichtungen werden erneuert.
  • Ein neues Gro�segel sowie Genua und Sprayhood werden gekauft. 
  • Deckbl�cke mit Klemme werden montiert.
  • Zwei extra Enkes ST Winschen werden ebenfalls montiert. Sie dienen u.a. f�r: Reff-Leine der Genua, Hals des Halbwinders und Sicherungsleinen.
  • Es wird ein Cockpit-Zelt gekauft und die beiden Cockpit-Kissen werden erneuert. 

1999   

Dieses Jahr geht es mit der Tarka nach Helsinki, wobei wir in der N�he von dem Russischen Vyborg durch den Finnisch / Russischen Kanal zu den pr�chtigen Saimaa-Seen fahren. Wir segeln u.a. zur Opernstadt Savonlinna und Kuopio und staunen �ber den eindrucksvollen Imatra Staudamm. 

Wir sind beeindruckt von der fantastischen und ruhigen Landschaft mit sehr viel Natursch�nheit und freundlichen Menschen, die gl�cklicherweise fast alle Englisch sprechen. Die finnische Sprache ist fast unm�glich schwierig.  

Von Helsinki aus ( einer wirklich sch�nen Stadt mit pr�chtiger Kathedrale und eindrucksvollen Stadtteilen ) geht die Reise via Tallinn, Danzig und Peenem�nde zur�ck nach Holland.

2000   

Das Boot liegt w�hrend dieses ganzen Jahres auf dem Kai.
Erneut werden die �blichen Arbeiten am Boot gr�ndlich durchgef�hrt und �berpr�ft, u.a.  wegen der geplanten Segelt�rn in 2001.

2001   

Wir fahren via der Indreleia-Route in Norwegen zu den Lofoten und segeln von Andenes ab nach Longyearbyen auf Spitzbergen, rund 600 Seemeilen. Hier verbleiben wir viele Wochen und besuchen nicht nur die Hauptstadt Longyearbyen, sondern auch u.a. das jetzt russische Barentsburg, Ny �lesund, die Siedlung London, Trinityhamn, Virgohamn und die holl�ndische Walstation Smeerenburg im Norden Spitzbergens. Eine sehr faszinierende Fahrt, die schon viele Jahre auf meiner Wunschliste stand.        

Nach der Fahrt zur�ck nach Norwegen geht es teilweise au�enherum und bei schlechtem Wetter via die Indreleia-Route zur�ck nach Holland.

2002, 2003,2004 und 2005

W�hrend dieser Jahre liegt das Bot auf dem Kai.

  • Das Ueberwasserschiff  wird neu angestrichen.
  • Ein neuer Propeller und eine neue Welle werden montiert.

Seit 2005

Seit diesem Jahr segel ich fast immer alleine bzw. "Single handed".

2009

U.m. wieder single handed die englische Ostk�ste und St.Katharine Dock in London.

2015   

  • Genua und die Furlex Rollreffanlage werden erneuert.
  • Der Philips GPS wird ersetzt durch ein Furuno GP 32.

2017   

  • W�hrend dieses ganzen Jahres liegt das Bot auf dem Kai.
  • Das Ueberwasserschiff wird mehrere Male erneut angestrichen mit 2K Lack.

2018

In 2018 besuche ich wider single handed England und auf der Rckreise Frankreich, Belgien und Zeeland.
Ich bin aber sehr neugierig wie es in 2019, nach dem Brexit, geht. Wider die "Gelbe" Flagge?

2019
Wegen Probleme mit der GPS "Week roll over"  funktionierte der vertraute Lowrance Plotter leider nicht mehr.
Darum ein neue Plotter angeschaft: Raymarine eS75 "Hybridtouch".
Schon viele Jahren habe ich ein AIS Empfanger an Bord damit ich, wenn n�tig, ein Schiff bei Nahme anrufen kann.
Grosze Schiffe k�nten mich selbstverst�ndlich leider nicht sehen weil ich nur ein Empfanger.h�tte.
Daher auch noch ein AIS Class B Transponder erworben, Em-Trak B 350 mit 5 Watt Sendeleistung.
Jetzt  kann ich alle Schiffe in Rechtweisenden Kurs auf mein Plotter sehen.
Weiterhin wider mal die  UK und Scotland besucht.

Abschlie�end:

  • Das Boot ist ausgezeichnet ausger�stet auch um single handed segeln zu k�nnen.
  • Ich habe viele single handed Fahrten gemacht : D�nemark, Schweden, selbstverst�ndlich alle friesischen Inseln und K�stenst�dte, 
  • Greifswalder Bodden, Peenem�nde und Polen.
  • Auch Spitsbergen kann ich Ankreuzen auf meine Liste. Wir erreichen fast 80� Norderbreite.
  • London wurde besucht und viele Male single handed die englische Ost-und S�dk�ste, Norwegen und der Limfjord usw.    
  • W�hrend der l�ngeren T�rns mit der Tarka wurden zwischen 3.000 bis 5.000 Seemeilen zur�ckgelegt.
  • Single handed fahre ich jedes Jahr etwa 600 bis 900 Seemeilen.
  • Auf dem offenen Meer ist die Tarka hervorragend zuverl�ssig und ein kompaktes seet�chtiges Segelschiff.  
  • Die Tarka ist mehr als komplett ausgestattet, wobei ich ruhig sagen kann, dass au�er Wasser, Diesel und Proviant, absolut nichts Erforderliches notwendig ist, um eine zuverl�ssige Segelt�rn zu unternehmen.
  • Sie ist wom�glich die am besten ausger�stete Nicholson 31 !                   
  • Aus Altersgr�nden muss ich leider das Segeln aufgeben. F�r mich kein einfacher Abschied von dieser von mir geliebten sportlichen T�tigkeit als auch von meinem pr�chtigen Segelyacht.
  • Beim Verkauf ist sie also wirklich: Ready to sail anywhere.